Was sich beim Umbau ändert
Die Badewanne wird entfernt, an ihrer Stelle entsteht eine neue Dusche mit möglichst geringer Einstiegshöhe. Der vorhandene Wasseranschluss und Abfluss bleiben in aller Regel erhalten, sodass sich der Umbau auf die Duschfläche selbst und die angrenzende Wandverkleidung konzentriert. Welche der drei Einbauvarianten möglich ist, hängt vom Bodenaufbau Ihres Bades ab — das klären wir beim kostenlosen Vor-Ort-Termin.
Drei Einbauvarianten im Vergleich
- Bodenebener Einbau
Die Duschfläche liegt auf Höhe des restlichen Bodens — die geringste Einstiegshöhe und damit die barrierearmste Lösung. Baulich am aufwendigsten, weil Bodenaufbau und Gefälle zum Ablauf meist angepasst werden müssen.
- Einbau auf dem vorhandenen Boden
Die neue Duschwanne wird auf den bestehenden Boden gesetzt, ohne den Unterbau zu verändern. Schneller umsetzbar, meist bleibt eine kleine Aufkantung von wenigen Zentimetern bestehen.
- Erhöhter Einbau
Bei ungünstigem Bodenaufbau oder fehlendem Gefälle zum Abfluss wird die Duschwanne auf einem flachen Podest montiert. Löst technische Einschränkungen, bei denen die anderen beiden Varianten nicht möglich sind.
Barrierearm statt nur bequem
Wir sprechen bewusst von barrierearmen Lösungen, nicht von „barrierefrei". Eine offene, türlose Walk-in-Dusche wirkt zwar bequem, ist aber nur dann tatsächlich barrierefrei im Sinne der DIN 18040, wenn Bodenbelag und Ablauf lückenlos bündig ausgeführt sind. Bleibt eine kleine Schwelle bestehen — was je nach Bodenaufbau baulich naheliegend sein kann — ist das Ergebnis barrierearm, aber nicht vollständig schwellenlos. Wir sagen Ihnen beim Vor-Ort-Termin ehrlich, was in Ihrem Bad baulich erreichbar ist, statt es pauschal zu versprechen. Mehr zur DIN 18040-2 und zu typischen Anzeichen für den richtigen Zeitpunkt lesen Sie im Beitrag Wann lohnt sich der Wechsel?
Ablauf: von der Anfrage bis zur fertigen Dusche
- Fördercheck (optional): Kostenlose erste Einschätzung, welche Kostenträger für Ihren Umbau infrage kommen — ganz ohne Angabe von Kontaktdaten.
- Vor-Ort-Termin: Wir sehen uns Ihr Bad an, nehmen Maß und klären technische Fragen wie Bodenaufbau und Abfluss.
- Angebot: Sie erhalten ein konkretes, unverbindliches Angebot für die zu Ihrem Bad passende Einbauvariante.
- Förderantrag: Auf Wunsch übernehmen wir die Antragstellung bei den infrage kommenden Kostenträgern — nach Erteilung einer Vollmacht auch die weitere Kommunikation.
- Umbau: Rückbau der Badewanne und Einbau der neuen Dusche. Wie lange das dauert, hängt vom Umfang der Arbeiten ab und wird beim Vor-Ort-Termin realistisch eingeschätzt — pauschale Zeitversprechen halten wir bewusst nicht.
Was die Förderung übernehmen kann
Je nach Situation kommen unterschiedliche Kostenträger infrage — etwa ein Zuschuss der Pflegekasse bei vorhandenem Pflegegrad oder Leistungen der Berufsgenossenschaft nach einem anerkannten Arbeitsunfall. Der Fördercheck ordnet das anhand Ihrer Angaben ein, lokal in Ihrem Browser berechnet und ohne Übertragung, solange Sie keine Auswertung anfordern. Die einzelnen Förderwege — von der Pflegekasse über KfW bis zu kommunalen Programmen — erklären wir ausführlich im Ratgeber.
Für den Teil der Kosten, den kein Zuschuss deckt, lässt sich der Lohnkostenanteil der Rechnung zusätzlich über § 35a EStG steuerlich geltend machen — unabhängig davon, welcher Förderweg sonst greift.